Leicht, stark, vielseitig
Nylon begegnet uns in der Mode häufiger, als man vielleicht denkt. Die synthetisch hergestellte Faser gehört zur Gruppe der Polyamide und wird heute für ganz unterschiedliche Kleidungsstücke verwendet, von Strümpfen und Hosen bis hin zu Jacken sowie Sport- und Funktionsbekleidung.
Eine der großen Stärken von Nylon ist, dass die Faser sehr leicht und gleichzeitig strapazierfähig ist. Sie hält Reibung und regelmäßiger Beanspruchung gut stand, bleibt formstabil und nimmt nur wenig Feuchtigkeit auf. Dadurch trocknet Kleidung mit Nylonanteil in der Regel auch relativ schnell.
Nylon wird aber nicht nur als Hauptmaterial verwendet. Häufig findet man die Faser als Beimischung, zum Beispiel zusammen mit Wolle. Hier kann bereits ein kleiner Anteil dafür sorgen, dass das Material widerstandsfähiger wird und länger seine Form behält. Gerade bei Kleidung, die oft getragen wird, kann das durchaus sinnvoll sein.
Auch bei der Pflege ist Nylon recht unkompliziert. In vielen Fällen kann Kleidung mit Nylon bei 30 °C gewaschen werden und trocknet anschließend schnell. Zu viel Hitze verträgt die Faser allerdings weniger gut, weshalb beim Trocknen und Bügeln etwas Vorsicht geboten ist. Am besten richtet man sich immer nach dem Pflegeetikett im Kleidungsstück.
Polyamid bezeichnet eine ganze Gruppe von Kunstfasern, die sich in ihrem chemischen Aufbau und ihrer Herstellung unterscheiden. Nylon ist eine davon. Je nachdem, welche Ausgangsstoffe bei der Herstellung verwendet werden, entstehen unterschiedliche Polyamidarten, zum Beispiel Nylon 6.6 oder Nylon 6, das auch als Perlon bekannt ist.
Auf Kleidungsetiketten werden diese Fasern meist einfach unter dem Oberbegriff Polyamid zusammengefasst.
Kunstfasern haben häufig einen schlechteren Ruf als Naturfasern. Dabei kommt es vor allem darauf an, wofür ein Material eingesetzt wird. Nylon kann einem Kleidungsstück Eigenschaften geben, die beispielsweise reine Wolle oder Baumwolle allein nicht in gleichem Maße bieten.
Deshalb lohnt sich beim Blick auf das Etikett ein zweiter Blick: Ein Anteil an Kunstfaser muss kein Nachteil sein, sondern kann ganz bewusst eingesetzt werden, damit ein Kleidungsstück robuster wird und länger Freude macht.