Einmaleins

Farbenlehre

Monochrom oder kontrastreich, gedeckt oder bunt, zurückhaltend oder mutig? Modisches Stilbewusstsein zeigt sich auch in der richtigen Kombination von Farben.

Wer nicht immer nur auf Nummer sicher gehen, sondern auch einmal Farbe bekennen will, dem stehen modisch durchaus einige Türen offen. Wichtig ist allerdings, beim Griff in die Palette ein paar Grundregeln zu beachten und die eigene Farb-Persönlichkeit zu berücksichtigen. Wenn Sie darüber hinaus noch den Anlass im Blick behalten, für den Sie sich kleiden, wünschen wir viel Spaß bei der bunten Auswahl an Möglichkeiten.

 

Wissenswertes rund um die Farbwahl:

• Grundsätzlich unterscheidet man bei der Ausstattung nach Grundfarben (Basisfarben für Hosen, Sakkos, Mäntel, Schuhe), Kombinationsfarben (Hemden, Pullover, Oberteile) und Accessoire-Farben. Zwischen diesen drei Bereichen ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für gelungene Farbkombinationen.

• Die eigene Farb-Persönlichkeit kann ein hilfreicher Indikator sein. Demnach stehen helleren „Frühlingstypen“ warme, helle und klare Farben besonders gut. „Sommertypen“ sind mit kalten, hellen und gedeckten Farben gut bedient. Als „Herbsttyp“ trägt man am besten warme, dunkle und gedeckte, erdige Farben. Der „Wintertyp“ ist ein Fall für kalte, dunkle und klare Farben.

• Ob mit oder ohne Rücksicht auf die Farb-Persönlichkeit: Setzen Sie den Schwerpunkt entweder bei warmen oder bei kalten Farben. 

• Schattierungen einer Farbe machen eine Kombination besonders edel, zum Beispiel Beige in Verbindung mit Ecru.

• Farbkontraste erzeugen Spannung und machen eine Kombination erst richtig interessant. Doch Vorsicht: Zwei Farben sind in der Regel genug. Von ihnen sollte eine etwas dunkler sein als die andere.

• Auch eine gewisse Disharmonie beim Kombinieren von Farben kann interessante Effekte erzielen. Doch Achtung auch hier: Für modische Spielereien muss immer der Anlass stimmen! 

• Entscheiden Sie über die Wirkung, die Sie erzielen möchten: Ton in Ton wirkt eher klassisch und elegant. Stärkere Farbkontraste sind eher trendzig.


Kleine Farbpalette

Das menschliche Auge ist in der Lage etwa 160 Farbtöne zu unterscheiden – und viele davon spielen auch in der Welt der Mode eine Rolle. Welche Farbnuancen sich hinter welchen Namen verbergen, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Amber – die englische Bezeichnung für Bernstein. Ein warmes Goldbraun, das in verschiedenen Gelb-, Gold- oder Orangetönen vorkommen kann.

Bordeaux – kennt man vom edlen Rotwein. Ein warmes Dunkelrot, das besonders bei Businesskrawatten beliebt ist.

Chromoxidgrün – ein Grünton, der kalt, kräftig und künstlich wirkt. Im Unterschied zu wärmerem Tannen- oder Flaschengrün eher hart und grell.

Cyan – der Übergang von Blau zu Grün. Nicht Türkis, aber dieser Farbe durchaus ähnlich.  

Ecru – einer von vielen verschiedenen Weißtönen Dieses ist ein Grau-Weiß, das eher kühl wirkt. 

Indigo – ein Violettblau mit Tradition. Mit dem Farbstoff aus der Indigopflanze werden seit jeher Jeans und andere Kleidungsstücke gefärbt.

Khaki – bedeutet so viel wie staub- oder erdfarben. Manchmal hat es einen leichten Grünstich und wird mit Olivegrün oder Militärgrün gleichgesetzt.

Magenta –beschreibt einen Fuchsia-Ton. Ein blaustichiges Pink, das von einer großen deutschen Telekommunikations-Firma sogar rechtlich geschützt ist.

Mauve – das französische Wort für Malve, eine blass lilafarbene Pflanze. Pastellige Mischfarbe mit einem stärkeren oder schwächeren Rosa- oder Lilaton und einen gräulichen Unterton.

Offwhite – ein eher gedeckter Weißton. Er hat ähnlich wie Ecru einen gräulichen Unterton.

Pink – die englische Bezeichnung für Rosa. Ein greller Farbton, dessen Grundfarbe leicht blaustichig ist und dem Farbton Magenta sehr nahe kommt.

Petrol – meint ein dunkles Blau-Grün. Petrol kann ebenfalls mehrere Schattierungen aufweisen, kommt aber meist eher dunkel daher.

Purpur – war früher den Königen vorbehalten. Umfasst Nuancen zwischen Rot und Blau, die genau wie Violett oder Lila in verschiedenen Tönen auftreten können.

Sienna – auch Terracotta. Ein rötlicher Braunton, der an die gebrannten Tonziegel mediterraner Landschaften erinnert.

Taupe – ein schlammiger Mischton. Seine Grundfarbe ist ein warmes Grau, das in seinen Nuancen von Grau oder ins Beige tendieren kann.

Umbra –ein natürlicher Farbton, der ein sehr dunkles Schwarz-Braun beschreibt.

Violett – auch als Lila bekannt. Meint, ähnlich wie Purpur, Nuancen zwischen Rot und Blau. Der Farbton kann rotstichiger oder blaustichiger ausfallen.

Wollweiß – ein weiterer Weißton. Beschreibt eine warme Nuance, die an die Farbe heller Schafswolle angelehnt ist.