Leder mit besonderem Charakter
Veloursleder fällt durch seine samtige, leicht aufgeraute Struktur und die matte Optik auf. Es wird vor allem für Schuhe, Jacken, Gürtel und Accessoires verwendet und wirkt durch seine besondere Haptik weniger glatt und etwas lässiger als klassisches Glattleder.
Veloursleder ist echtes Leder, das auf der Fleischseite oder durch das Anschleifen des Leders seine typische feine Struktur erhält. Verarbeitet werden können beispielsweise Rind-, Kalb-, Ziegen- oder Schweinsleder.
Durch die offenere Faserstruktur ist das Material zudem atmungsaktiv und passt sich beim Tragen gut an.
Leichte Verschmutzungen lassen sich mit einer Velourslederbürste entfernen, die gleichzeitig die Fasern wieder aufrichtet. Eine regelmäßige Imprägnierung schützt zusätzlich vor Nässe und Schmutz.
Ist das Leder einmal nass geworden, sollte es bei Raumtemperatur trocknen. Direkte Hitze, etwa auf der Heizung, kann dem Material schaden.
Beide Begriffe werden häufig verwechselt. Veloursleder beschreibt die Verarbeitung des Leders, Wildleder dagegen seine Herkunft.
Wildleder stammt tatsächlich von wild lebenden Tieren wie Hirsch oder Reh. Veloursleder kann dagegen auch aus Rind-, Kalb- oder Ziegenleder hergestellt werden. Ein Schuh aus Veloursleder ist daher nicht automatisch ein Schuh aus Wildleder.
Leder ist ein Naturmaterial und kann sich mit der Zeit verändern. Bei Veloursleder können sich durch das Tragen leichte Farb- und Strukturveränderungen entwickeln. Statt das Material bei den ersten Gebrauchsspuren abzuschreiben, kann die richtige Pflege dazu beitragen, es lange zu erhalten.